Teil 4 – Chemo: FOLFIRINOX vs. Gemcitabin – endlich Aufwind
Nach der OP empfahlen die Ärzt:innen eine Chemotherapie, um die Erkrankung zu verkleinern und Optionen offen zu halten. Dafür brauchte ich einen Portkatheter.
24. Februar 2025 wurde der Port gesetzt. Dabei kam Luft zwischen Lunge und Rippenfell (Pneumothorax) – der linke Lungenflügel sackte teilweise zusammen. Mit einer Drainage und konsequenten Atemübungen ging es wieder bergauf.
19. März 2025 startete die Chemo mit FOLFIRINOX (im Zwei-Wochen-Rhythmus). Diese Kombination ist wirksam, aber sehr belastend. Bei mir bedeutete das: kein Appetit, Geschmack fast weg, Übelkeit. Ich brauchte im Grunde die gesamte zweiwöchige Pause, um mich jeweils zu erholen. Nach fünf Zyklen zeigte das CT nichts Eindeutiges, der Tumormarker CA19-9 stieg – also kein Ansprechen.
Parallel gab es im Mai noch das Stent-Thema: Der Kunststoff-Stent bereitete Probleme; der erste Wechselversuch klappte nicht. Eine Woche später gelang es und ich bekam einen beschichteten Metall-Stent, der dauerhaft bleiben kann. Den 6. FOLFIRINOX-Zyklus ließen wir aus – ich war zu schwach.
11. Juni 2025: Wechsel auf die Kombitherapie Gemcitabin + Paclitaxel-Albumin (nab-Paclitaxel) – für mich deutlich verträglicher als FOLFIRINOX.

25. Juni 2025 die zweite Gabe der Chemo mit Gemcitabin + Paclitaxel-Albumin (nab-Paclitaxel) – und plötzlich ein anderer Alltag:
- Appetit ist vollständig zurück.
- Energielevel steigt langsam.
- Leichtes Radfahren geht wieder.
- Laufen klappt in kurzen Einheiten, mit Gehpausen.


Ich kann wieder zunehmen, meinen Körper versorgen und vor allem: Ich denke wieder positiv. Das macht einen großen Unterschied – körperlich und mental. Ich weiß, dass die Reise weitergeht, aber ich spüre, wie ich mich zurück ins Leben arbeite.

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