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Teil 2 – Stents, Pankreasentzündung & die erste große Entscheidung

Im Uni-Klinikum war schnell klar: Die Galle konnte nicht abfließen. Ohne Abfluss „vergiftet“ sich der Körper mit eigenen Abbauprodukten – daher die Gelbfärbung. Die Ärzt:innen machten eine ERCP (Spiegelung der Gallenwege) und setzten einen Stent, der den Gallengang offenhält.

C-Bogen von Siemens Healthineers zur Röntgen Unterstützung der ERCP (Beispielbild)

Kurz danach der Dämpfer: Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) als Komplikation – sehr schmerzhaft, ich bekam Antibiotika und Schmerzmittel. Ein paar Tage Erleichterung, dann war der Stent verstopft. Zweite ERCP, diesmal zwei Stents parallel. Leider wieder Reizung der Bauchspeicheldrüse.

Ich blieb mehrere Wochen in der Klinik. In CT und MRT sah man nichts Eindeutiges. Der Tumormarker CA19-9 war jedoch erhöht – ein Hinweis, aber kein Beweis. Die Empfehlung lautete: Whipple-Operation (Entfernung von Pankreaskopf, Gallengang, Zwölffingerdarm und Gallenblase).

MRT von Siemens Healthineers (Beispielbild)
CT von Siemens Healthineers (Beispielbild)

Mit dem Wissen um meine Vorgeschichte (Pankreatitis 2018, danach jahrelang stabil) und weil Biopsien kein bösartiges Gewebe zeigten, entschied ich mich zunächst gegen die große OP. Mit den Stents ging es mir etwas besser, ich war für eine Weile wieder zu Hause und sogar arbeiten. Ich arbeite bei Siemens Healthineers in der Elektronikentwicklung – und habe in der Klinik Zeit „unfreiwillig“ viele unserer Healthineers Systeme am eigenen Körper erlebt: CT, MRT, C-Bogen, Ultraschall, Röntgen. Das hat mir, trotz aller Ungewissheit, ein gutes Gefühl gegeben: Präzision der Geräte, klare Bilder, verlässliche Teams. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass hinter jedem Messwert ein Mensch steht – in dem Fall ich.
Ich achtete wieder sehr auf meine Ernährung, versuchte Kraft zu sammeln. Doch im Dezember sollte sich alles zuspitzen.



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