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Teil 1 – Wie alles anfing: Vom Festtag zur Notaufnahme

Bevor ich erzähle, wie alles losging, ein kurzer Rückblick: Anfang 2018 lag ich schon einmal ein paar Tage wegen einer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) im Internistischen Zentrum der Uniklinik Erlangen. Danach stellte ich meine Ernährung deutlicher auf anti-entzündlich um: mehr Gemüse, gutes Eiweiß, weniger Zucker und möglichst wenig Ultraverarbeitetes. Das tat mir gut – jahrelang keine Beschwerden.

Etwa ein halbes Jahr vorher ließ ich es dann wieder etwas schleifen. Vor allem Zucker schlich sich wieder ein. Ich habe mir öfter eine Tafel Milka Peanut Crisp gegönnt – an manchen Tagen auch eine ganze. Rückblickend glaube ich, dass diese Phase meiner Bauchspeicheldrüse nicht geholfen hat. Ob das die Eskalation 2024 ausgelöst hat, kann ich nicht beweisen – aber es passt für mich ins Bild.

Am 11. Juli 2024 feierte meine Oma ihren 90. Geburtstag. Morgens Weißwurst und Breze, später die legendären Küchle, nachmittags Kaffee und Kuchen – ich habe wie früher von allem probiert. Solche Tage habe ich mir früher ab und zu gegönnt; im Alltag esse ich sonst recht bewusst.

Am nächsten Morgen passte etwas mit der Verdauung nicht. „Wird wohl eine Magenverstimmung sein“, dachte ich mir.

Eine Woche später – 20. Juli, Bei der Taufe der Kleinen von Chrissi – ging es mir eigentlich wieder etwas besser. Nach Leberkäse und Kuchen merkte ich aber, dass der Magen erneut rebellierte. In der Woche danach wurde mir häufig nach dem Essen übel und mir fiel auf: Mein Urin war bierbraun.

26. Juli gab es in der Firma Pizza. Kurz nach dem Essen sagte ein Kollege: „Du bist ja ganz gelb!“ Ich fühlte mich flau und legte mich zu Hause hin. Schlief den ganzen Samstag, da ich dachte es wird schon wieder vergehen. Besser wurde es nicht.

28. Juli wollte ich die Rollschuh-Aufführung meiner Nichte in der Halle an der Valznerweiherstraße 200 in Nürnberg nicht verpassen. Als ich bei meinen Eltern an der Tribüne ankam, meinte meine Mutter sofort: „Du siehst komisch gelb aus.“ Ich war so gelb, dass man es sogar an den Füßen sah, da ich ja, wie fast immer, Barfuß unterwegs war. Die Eineinhalb Stunden der Aufführung habe ich tapfer durchgehalten, aber gut ging es mir wirklich nicht.

Nach der Aufführung fuhr ich in die Ärztliche Notfallpraxis Erlangen. Da ich jetzt unbedigt handeln musste.

Der Arzt machte einen Ultraschall und sah eine Engstelle im Gallengang. Er sagte, das könne ein Gallenstein oder etwas Ähnliches sein, und schickte mich sofort in die Notaufnahme des Uniklinikums Erlangen. Dort behielten sie mich da, nahmen Blut ab und machten CT, MRT und weitere Ultraschalle. Offiziell war ich „ikterisch“ – sprich: Gelbsucht. Mein Stuhl blieb erstaunlicherweise normalbraun; das spricht dafür, dass der Verschluss nicht komplett war.

Rückblickend erinnere ich mich, dass meine Augen in den Monaten davor oft „trüb“ aussahen. Später, als die Galle wieder abfloss, wurden sie wieder klar – für mich heute ein deutliches Zeichen, wie stark Leber und Galle den gesamten Körper beeinflussen.



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