Funktionaler und gesunder Körper
Mein altes Ziel „funktionaler und gesunder Körper“ bleibt – nur der Kontext hat sich verändert.
Seit der Diagnose Pankreaskarzinom und während der Chemo sind Kraft und Ausdauer knapp. Genau deshalb ist ein funktionaler, belastbarer Körper für mich jetzt noch wichtiger: ein Körper, der mich sicher durch den Alltag trägt, der Heilung unterstützt und mir Stück für Stück Lebensqualität zurückgibt.
Was „funktional“ für mich aktuell bedeutet
- Schmerzarm und frei bewegen: Schulter, Hüfte und Wirbelsäule in alle Richtungen – ohne zu verkrampfen.
- Alltagsmuster trainieren: Gehen, Hocken, Heben, Tragen, Drücken, Ziehen – in sehr kleinen, sauberen Dosen.
- Energie managen statt verheizen: kurze Einheiten, Pausen (Pacing), Qualität vor Menge.
- Stabil & sicher: Gleichgewicht, Atem, Rumpfspannung – damit Treppen, Einkäufe oder eine kleine Radrunde wieder leicht fallen.
Prinzipien, nach denen ich vorgehe
- Sanfter Aufbau: 5–15-Minuten-Blöcke, mit Atemfokus. Wenn es gut läuft, minimal steigern.
- Pausen sind Teil des Plans: Ich höre auf meinen Körper – kein „Durchdrücken“, kein Heldentum.
- Regeneration zuerst: Schlaf, Stressreduktion, Sonne/Licht und angepasstes Essen.
Woran ich Fortschritt messe
- Ich bewältige Alltagsaufgaben mit weniger Pausen.
- Eine Treppe, eine kleine Einkaufstasche, eine kurze Radrunde – ohne Kollaps danach.
- Regelmäßigkeit schlägt Intensität: mehrere gute, kleine Einheiten pro Woche.
Dieses Ziel bleibt mein Kompass: ein Körper, der funktioniert – nicht für Rekorde, sondern für ein gutes, selbstbestimmtes Leben während und nach der Therapie. Kleine Schritte, geduldig wiederholen.
Na klar schaffe ich das!