Dankbar für jeden Besuch – was mich in der schwersten Zeit getragen hat
„Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr mich die vielen Besuche und die liebevolle Unterstützung berühren. Jeden Tag aufs Neue bin ich zutiefst dankbar!“
Als ich in der Klinik lag und später zuhause wieder auf die Beine kommen wollte, war da nie nur „mein“ Kampf. Ihr wart da: Eltern, Familie, Kolleg:innen, Freund:innen, Bekannte. Ihr habt mich nicht alleine gelassen – und genau das hat mir Kraft gegeben, wenn kaum noch Kraft da war.
Meine Eltern – mein sicherer Hafen
Allen voran meine Eltern. Ihr habt mich in dieser Zeit unzählige Male besucht, mir Kleidung und alles Nötige aus meiner Wohnung gebracht und – als es mir Mitte Mai noch einmal so schlecht ging, dass gar nichts mehr ging – seid ihr „auf Verdacht“ losgefahren und habt mich direkt in die Notaufnahme gebracht. Ohne euch wäre vieles nicht so schnell in die richtigen Bahnen gekommen. Für alles, was ihr getan habt (und immer noch tut): Danke!
Mein Team – Humor, Karten, Nachfragen
Auch mein Team (inkl. Chef) war regelmäßig da. Besonders stolz bin ich auf unsere „Genesungs-Kunstwerke“:
- Die Karten mit Unterschriften der ganzen Abteilung – und die Comic-Zeichnungen von Judith, die jedes Mal auf den Punkt waren (von „Büromaterial? – Frag Andi!“ bis zu Szenen aus meinen Hobbys).
- Stefan hat sich oft gemeldet, nach meinem Zustand gefragt und das Team auf dem Laufenden gehalten. Diese konstante Verbindung hat mir viel bedeutet.


(Bilder: zwei Karten-Collagen mit Unterschriften & Comics – genau so fühlt sich Team an.)
Familie – Schwestern, Schwager, Kids & mehr
Meine Schwestern mit ihren Männern und den Kids – zwei Nichten und ein Neffe – kamen immer wieder in die Klinik oder haben einfach mal angerufen. Diese Besuche haben nicht nur mir gutgetan, sondern auch meinen Eltern eine Atempause gegeben.
Auch meine Cousine und Tanten sind mit meiner Mutter vorbeigekommen. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn die Zimmertür aufging und ein vertrautes Gesicht hereinschaute – oder wenn einfach jemand aus der Familie/Verwandtschaft kurz anrief, nur um zu fragen, wie es mir geht. Diese kleinen Momente haben viel getragen.
Freunde & Bekannte – Gesten, die ankommen
Auch Freund:innen und Bekannte haben mich durch diese Zeit getragen. Erst vor kurzem habe ich von Familie Roßberg das Buch „Der innere Kompass – Wege der Spiritualität“ bekommen – mit einer handschriftlichen Widmung: „Hab Mut wie ein Löwe und behalte deinen Humor! – Alles Liebe, die Rossis!“

Solche Gesten treffen mitten ins Herz. Dazu kamen Nachrichten, kleine Pakete, Sprachnachrichten, spontane Besuche oder eine schnelle Fahrt zur Klinik. Es musste nie groß sein – Hauptsache echt. Jede dieser Kleinigkeiten hat mir gezeigt: Ich bin nicht allein.
Kleine Dinge, große Wirkung
Karte vom Testcenter-Team mit meinem Kajak-Ich: Passt zu mir wie die Faust aufs Paddel. Dieser Humor trifft ins Schwarze – und erinnert mich daran, dass ich mich wieder in Bewegung bringen will.

Hilfe auf vier Pfoten: Ylvi, der Familienhund, durfte nicht mit ins Klinikum – also bekam ich regelmäßig Fotos und kurze Videos von ihr. Diese kleinen Pings aufs Handy haben mich immer wieder aufgebaut; manchmal braucht es genau das, um durch den Tag zu kommen.
Außerdem haben mir Ylvis Hundeeltern immer wieder kleine Geschenke vorbeigebracht: einen Fuchs-Plüsch mit meinem Foto und der Aufschrift „Mein Onkel Andy“ sowie ein selbstgenähtes Kissen in Knochenform – mein treuer Begleiter bei den Chemo-Sitzungen.


Metalmoment der Extraklasse: MANOWAR waren im Winkler Bräu, Lengenfeld – und mein Schwager hat mir ein Autogramm organisiert: „To Andreas – Hail Brother of Metal!“ 🤘 Das hat mich wie ein Teenager strahlen lassen.

Warum ich das schreibe
Ich habe nie „erwartet“, dass so viele Menschen sich kümmern, schreiben, anrufen, vorbeikommen. Und genau deshalb bin ich heute noch überwältigt. Ihr habt mich durch Tage getragen, an denen ich mich selbst nicht tragen konnte.
Danke für:
- jede Nachricht, jedes Nachfragen, jeden Besuch,
- jeden Witz, jede Zeichnung, jedes Geschenk,
- jede Fahrt, jedes Warten, jedes „Ich bin da“.
Ich nehme das nicht als selbstverständlich. Es ist mein größtes Geschenk.
Keine Kommentare vorhanden