Bauchspeicheldrüsenkrebs bekämpfen
Die Diagnose Pankreaskarzinom hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Kraft und Ausdauer sind knapp, die Chemo fordert ihren Preis – und trotzdem will ich jeden Tag aktiv mitgestalten, was in meiner Hand liegt. Ein großer Hebel für mich: Ernährung, Mikronährstoffe, Regeneration und Mindset.
Hier sammle ich, was ich aktuell lese, teste und Schritt für Schritt in meinen Alltag integriere.
Hinweis: Das sind meine persönlichen Erfahrungen und Notizen. Keine medizinische Beratung. Alles, was ich einnehme oder ändere, mache ich auf eigenes Handeln nach bestem Wissen und Gewissen.
Meine Geschichte – Wie alles anfing
Wenn du die ganze Vorgeschichte lesen willst, findest du hier meine 4-teilige Blogserie:
Warum anti-entzündliche Ernährung jetzt Priorität hat
Entzündungen rauben Energie. Mit begrenzter Kraft setze ich auf Essen, das meinen Körper beruhigt statt belastet:
- Eiweiß zu jeder Mahlzeit (gut verträglich): Eier, Fisch, Quark/Joghurt, Hülsenfrüchte – in Mengen, die ich gut vertrage.
- Viel buntes Gemüse & Beeren für sekundäre Pflanzenstoffe.
- Gute Fette (Olivenöl, Avocado, Nüsse), Omega-3 im Blick.
- Wenig Zucker & Ultraverarbeitetes, Mehlprodukte reduziert.
- Kleine Portionen, verteilt über den Tag – je nach Chemo-Verträglichkeit.
- Ausreichend trinken, Elektrolyte bei Bedarf.
Ich tracke nicht streng, aber ich beobachte: Wie ist meine Verträglichkeit? Wie ist die Energie 1–3 Stunden nach einer Mahlzeit? Was tut mir gut – was nicht?
Bücher, die mich gerade prägen
Ich lese viel – nicht um Wunder zu suchen, sondern um klüger zu handeln.
Supplemente, die ich prüfe und anwende
- Misteltherapie: In der integrativen Onkologie verbreitet – für mich ein Thema, das ich begleitet nutze und auf Verträglichkeit/Labore achte.
- Pflanzliche Begleiter (wenn verträglich):
- Kurkuma/Curcumin
- Sulforaphan (z. B. aus Brokkolisprossen)
- R-Alpha-Liponsäure, Glutathion (oxidativer Stress/Regeneration)
- Klassiker nach Werten: Vitamin D, Magnesium, Omega-3, Zink/Selen, ggf. Vitamin C.
Mein Prinzip: Start low, go slow. Erst eins, dann beobachten. Keine Experimente parallel.
Meine 5-Punkte-Routine (realistisch mit wenig Energie)
- Morgens leicht bewegen (5–10 Min.): Mobilisation + kurzer Spaziergang.
- Anti-entzündliches Frühstück (z. B. Joghurt/Quark mit Beeren & Nüssen).
- Mittags Power-Nap oder Atemübung – Regeneration ist Training.
- Kleine Lernblöcke (15–30 Min.): Lektüre/Notizen – Wissen erdet mich.
- Abends ruhig essen, Licht dimmen, Dankbarkeits-Check: Was hat heute funktioniert?
Woran ich Fortschritt messe
- Weniger Crashs nach Mahlzeiten, stabilere Energiefenster.
- Mehr Alltag ohne Pause: Treppe, Einkäufe, kleine Radrunde.
- Regelmäßigkeit statt Intensität: mehrere kleine gute Tage > ein „Übertreiber-Tag“.
Fazit
Ich bekämpfe meinen Krebs mit Medizin plus Alltag: Chemo, Klinik und das, was ich täglich beeinflussen kann – Essen, Nährstoffe, Bewegung, Schlaf, Stimmung. Kein Dogma, sondern achtsame Disziplin. Jeder kleine, gut verträgliche Schritt zählt.
Wenn dich meine Umsetzung interessiert, halte ich hier fest, was für mich funktioniert – inkl. Anpassungen und Rückschlägen. Aufgeben ist keine Option.